
Die optische Hochtechnologie gilt zu Recht als eine der zukunftsweisenden Schlüsseltechnologien für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Umso mehr sind Akademiker, Forscher und Entwickler dazu aufgerufen, diese Zukunft durch den Aufbau von Forschungs- und Bildungsangeboten zu sichern und zu fördern – denn erst durch einen gut ausgebildeten Nachwuchs und wirtschaftsorientierte, effiziente Forschung lässt sich die Vision von Deutschland als Global Leader in den neuen und aufregenden Technologiefeldern verwirklichen, die sich im Bereich der optischen Hochtechnologien zur Zeit erschließen. Dies gilt insbesondere für die noch immer strukturschwachen Regionen der Neuen Bundesländer, die unter einem erheblichen Abfluss von Know-How und Innovation leiden und zumindest in einigen Gebieten Gefahr laufen, von der Zukunft abgehängt zu werden.
Dieses Zurückbleiben für den Harzkreis um Wernigerode und Halberstadt zu verhindern und die akademischen und wissenschaftlichen Grundlagen für Entstehung und Wachstum eines regionalen Kompetenzclusters zu legen sind die vorrangigen Ziele der HarzOptics GmbH, einem jungen und innovativen regionalen Think Tank und zukünftigem An-Institut der Hochschule Harz mit Sitz in Wernigerode, der „bunten Stadt am Harz“.
Das HarzOptics-Team – junge Akademiker und Wissenschaftler der Hochschule unter Führung von Prof. Dr. Fischer-Hirchert, dem Prorektor für Forschung und Wissenstransfer – entwickelt und produziert Lehr- und Laborsysteme für Lehrveranstaltungen im Bereich der optischen Nachrichtentechnik, vermittelt optische Mess- und Labortechnik an lokale KMUs, begleitet und unterstützt wissenschaftliche Entwicklungsvorhaben und fördert über Seminare, Vorlesungsreihen und einen im Entstehen begriffenen berufsbegleitenden und mehrsemestrigen Fernlehrgang „Optik im Netz“ – den ersten und einzigen Optik-Fernlehrgang im deutschsprachigen Raum – die Ausbildung junger Menschen in diesen wichtigen Zukunftstechnologien. So leistet HarrzOptics einen Beitrag zur regionalen Wirtschafts- und Bildungsentwicklung und unterstützt die Hochschule und die politische Führung des Landkreises beim Aufbau eines Optik-zentrierten regionalen Kompetenzclusters.
Die Kunden von HarzOptics sind daher Hochschulen ebenso wie einzelne Studenten, kleine regionale KMUs ebenso wie Global Player in der Optik-Industrie, Politik und Wirtschaftsförderung auf kommunaler ebenso wie landesweiter Ebene. Mit einem breitgefächerten Portfolio an Dienstleistungen und Bildungsangeboten füllt HarzOptics die regionale Lücke an optischer Fachkompetenz und Forschung und bietet Unternehmen aus dem gesamten deutschsprachigen Wirtschaftsraum einen Anreiz, in die Zukunftsregion Wernigerode zu investieren und zu Partnern in Auf- und Ausbau einer faszinierenden Technologie in einer Region mitten im Herzen Deutschlands zu werden, in der sowohl das Know-How als auch der politische Wille vorhanden ist, einen solchen Kompetenzcluster nicht nur zu erträumen sondern auch Realität werden zu lassen.
Die dem Start-Up durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit zugeflossenen Fördermittel im Rahmen des EXIST-SEED-Programms haben es dem HarzOptics-Gründerteam ermöglicht, ohne die Aufnahme von Krediten und vollständig auf der Basis von selbst erarbeiteten finanziellen Mitteln und wissenschaftlichen Forschungsergebnissen eine GmbH zu gründen, die ab dem ersten Monat laufende Gewinne abwirft und für die sich sowohl regional als auch überregional hervorragende Wachstums- und Gewinnchancen abzeichnen.
Von besonderer Bedeutung für den Erfolg von HarzOptics sind dabei die vielen Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft, die auf die eine oder andere Weise das Gründungsvorhaben unterstützt und begleitet haben, allen voran die Hochschule Harz selbst. Aber auch das INNOMED-Netzwerk für Neuromedizin, der Sachsen-Anhaltinische Verbund der Automobilzulieferer MAHREG, die optischen Kompetenznetzwerke Deutschlands, der Europäische Sozialfonds und viele weitere Partner brachten HarzOptics auf den richtigen Weg und unterstützen die Bestrebungen für Ausbau der Harzregion in einen bundesweites Zentrum für optische Hochtechnologie und das Streben der HarzOptics GmbH nach wirtschaftlichem und wissenschaftlichem Erfolg fortdauernd.

Neben den wissenschaftlichen und ideellen
Zielen strebt HarzOptics auch
und vor allem den wirtschaftlichen Erfolg an: Innerhalb der ersten
fünf bis
acht Jahre nach Gründung sollen Lehr- und Laborsysteme
„Made in Wernigerode“ in
Hochschulen, Fachhochschulen und berufsbildenden Einrichtungen im
gesamten
Bundesgebiet und darüber hinaus in Forschung und Lehre
eingesetzt werden und
der Name „HarzOptics“ unter regionalen KMUs ebenso
wie unter Global Playern zu
einem Begriff für qualitativ hochwertige und wirtschaftsnahe
Optik-Forschung
geworden sein. Großes verspricht sich das Start-Up und
zukünftige An-Institut
auch von den Angeboten im Bereich der Fernlehre: Innerhalb der
nächsten ein bis
zwei Jahre soll der erste Optik-zentrierte Fernlehrgang im gesamten
deutschsprachigen Raum fertig entwickelt und zum Erfolg
geführt werden – und
schon in zehn Jahren nach Gründung soll ein innovatives und
flexibles Portfolio
an Fernlehrdienstleistungen die permanent wachsende Nachfrage nach
optischem
Fachwissen bundesweit bedienen.
Um diese Ziele zu erreichen, müssen in den nächsten Jahren nicht nur viel Arbeit und wissenschaftlicher Sachverstand, sondern auch sehr viel persönliche Hingabe und Willen in das „Abenteuer Ausgründung“ fließen – und das davon mehr als genug vorhanden sind haben die drei beteiligten Wissenschaftler bereits während der einjährigen Vorgründungsphase sowohl einzeln als auch im Team mehr als nur einmal unter Beweis gestellt.
Um die Erreichung dieser Ziele zu finanzieren und zugleich die regionale KMU-Szene sowie die wissenschaftliche Lehre zu fördern, bietet HarzOptics eine Reihe von Produkten, Dienstleistungen und Weiterbildungsservices im Bereich der optischen Nachrichtentechnik an. Als Einstiegsprodukt dient das selbstentwickelte und patentgeschützte optische Lehr- und Laborsystem „OPTOTEACH“, das erste Lehrsystem, welches sowohl Versuche zur Datenübertragung mit optischen Polymerfasern (POF) als auch zum Wellenlängenmultiplex-Verfahren (WDM) ermöglicht.
Darüber hinaus enthält das HarzOptics-Portfolio eine ganze Reihe wissenschaftlicher Dienstleistungen, die von der Vermessung von Laserdioden und anderen optischen Bauteilen über Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten bis hin zur technischen Unternehmensberatung reichen. Mittelfristig ist geplant, dieses Angebot noch durch ein umfassendes Seminarprogramm sowie einen eigenen Fernlehrgang „Optik im Netz“ zu erweitern, der als erster auf Optik ausgerichteter Fernlehrgang ein Novum in der deutschen Bildungslandschaft darstellen wird.
Durch die Vermarktung von Lehrsystemen und Dienstleistungen „Made in Wernigerode“ lässt sich zudem über die nächsten Jahre ein positiver Beitrag zur Bekanntheit des im Entstehenden begriffenen optischen Kompetenzclusters im Harzkreis leisten. Im Verlauf der nächsten zwei bis fünf Jahre soll das Portfolio sukzessive durch weitere Forschungs- und Beratungsleistungen sowie Services zur Fort- und Weiterbildung erweitert werden, mittel- bis langfristig ist eine Integration der HarzOptics GmbH in diesen Cluster als Auftragnehmer für durch regionale und überregionale KMUs ausgelagerte Forschungsdienstleistungen im Optik-Bereich geplant.
Was ist das Besondere an HarzOptics?
Die Angebote der HarzOptics GmbH zeichnen sich besonders durch große Innovationskraft und erhebliche Preisvorsprünge auf, die sich aus der unmittelbaren Anbindung an die Hochschule Harz sowie der bereits geleisteten jahrelangen Forschung und Entwicklung ergeben.
So ist OPTOTEACH das erste und bislang einzige Lehr- und Laborsystem, das WDM-Technologie und POF-Lichtwellenleiter kombiniert – und daher ein einmaliges Angebot, das bereits in der Vorphase der Gründung auf erhebliche Resonanz stieß. Aktuell setzen nicht nur die Hochschule Harz sondern auch die TU Braunschweig, die FHTW Dresden sowie das Bundeszentrum für Elektrotechnik in Oldenburg das System zur Ausbildung und sowohl das Land Sachsen-Anhalt als auch die Industrie- und Handelskammer Magdeburg zeichneten die mit OPTOTEACH verbundenen Forschungsarbeiten mit Wirtschafts- bzw. Wissenschaftspreisen aus.
Die angebotenen Entwicklungs- und Messdienstleistungen sind zwar nicht neu, unterscheiden sich aber durch den von HarzOptics ins Feld geführten Preis erheblich von denen anderer Unternehmen. Dieser wird vor allem dadurch ermöglicht, dass An-Instituten vertraglich ein exklusives Mitnutzungrecht an Anlagen und Einrichtungen der Hochschule eingeräumt wird, wobei sich die Hochschule verpflichtet, diese Mitnutzung stets zu den geringstmöglichen Konditionen anzubieten. Die anfallenden Leasing-Kosten für Equipment und Räumlichkeiten sind daher äußerst niedrig, hohe Anschaffungskosten entfallen sogar gänzlich, da alle benötigten Systeme bereits an der Hochschule vorhanden sind. Dazu kommt noch der nicht zu unterschätzende Vorteil, sich jederzeit mit anderen Forschern und Fachexperten im Hochschulumfeld austauschen zu können und daher bei Problemen nicht sofort externe (und teure) Experten hinzuziehen zu müssen.
Der geplante Optik-Fernlehrgang wird ebenso wie das Lehrsystem eine absolute Neuheit auf dem deutschen Bildungsmarkt darstellen – denn nach qualifizierten Fernbildungsmöglichkeiten im Bereich der Optik sucht man nicht nur national, sondern auch international vergebens. Durch die starken Synergien zwischen HarzOptics und Hochschule Harz sowie die aktive Einbindung aller drei Gründer in Forschung und Lehre ergeben sich für zukünftige Fernschüler erhebliche Vorteile, denn sie lernen nicht nur von didaktisch und pädagogisch erfahrenen Hochschulexperten, sondern zugleich auch von professionellen Entwicklern und Unternehmern im Bereich der optischen Hochtechnologie – und dies in Personalunion. Diese besondere Kombination macht es möglich, den Fernschülern sowohl die wissenschaftliche Theorie als auch deren praktische (und wirtschaftlich orientierte) Umsetzung didaktisch professionell näherzubringen.

Erwähnt sei auch die besondere Stellung der HarzOptics GmbH als eine der wenigen technischen Ausgründungen in den neuen Bundesländern sowie als zukünftiges An-Institut einer für hochqualitative Forschung und Lehre bekannten Fachhochschule (erst 2003 als Best Practice-Hochschule durch das Centrum für Hochschulentwicklung ausgezeichnet), welche dem Unternehmen weitere Quellen für Know-How und finanzielle Mittel eröffnet, die konkurrierenden Einrichtungen verschlossen bleiben. So wird beispielsweise die Ansiedlung ingenieurstechnischer und forschungsorientierter Ausgründungen in den neuen Bundesländern durch Bund, Länder, Städte und Kommunen mit einer Vielzahl von Sondervergünstigungen gefördert. Im Falle von HarzOptics gehören dazu unter anderem die Vermietung von preisvergünstigten Büro- und Laborräumen in bester Lage, die kostenlose Auswertung und Betreuung von Patentanträgen durch professionelle Patentantwälte des Landes sowie die Übertragung von Eigentums- und Verwertungsrechten an in den letzten Jahren gemachten Entwicklungen durch die Hochschule an das HarzOptics-Gründerteam.



Dazu gehören beispielsweise technische Dienstleistungen wie das Spleißen von Glasfaserkabeln, die Vermessung optischer Netze und die Einrichtung optischer Übertragungsstrecken sowohl für analoge, als auch digitale Datenübertragung. Das hierzu erforderliche technische Gerät ist entweder bereits vorhanden oder kann für geringe Kosten von der Hochschule Harz geleast werden, wo es die meiste Zeit des Jahres ungenutzt lagert. Aus diesem Grund können diese und andere technische Dienstleistungen äußerst flexibel und kostengünstig angeboten werden.
Auch im wissenschaftlichen Bereich engagiert sich HarzOptics über diverse Beratungs- und Entwicklungstätigkeiten. Neben Vorträgen und Schulungen in Hochschulen, berufsbildenden Einrichtungen und Unternehmen sind es vor allem technische Entwicklungstätigkeiten, die in der strategischen Perspektive eine wichtige Stellung einnehmen. Insbesondere in den neuen Bundesländern verfügen KMUs häufig über geringe personelle Kapazitäten und sind daher nur selten in der Lage, qualifizierte Ingenieure über längere Zeiträume aus der laufenden Produktion abzuziehen, um beispielsweise zu erforschen, inwiefern sich Kupferkabel, Glasfaserkabel oder eine Funkdatenübertragung in einem vertriebenen oder zur Produktion eingesetzten technischen Gerät durch Polymerfasern ersetzen lassen. Aufgrund der enormen Vorteile von POF erscheint ein solcher Einsatz häufig lohnenswert, die personellen Beschränkungen gestatten es jedoch nicht, diesen möglichen Vorteil zu untersuchen und zu quantifizieren bzw. entwicklungstechnisch umzusetzen.
Hier wird HarzOptics im Rahmen des über die nächsten Jahre in Wernigerode entstehenden optischen Kompetenzclusters technische Entwicklungs- und damit auch Pionierarbeit im Bereich des POF-Einsatzes leisten. Die technischen Möglichkeiten sowie das Know-How des HarzOptics-Teams überschreiten die in den meisten KMUs vorhandenen Ressourcen um ein Vielfaches und können diesen dennoch vergleichsweise kostengünstig zur Verfügung gestellt werden. Solche Entwicklungsarbeiten helfen nicht nur, den Bekanntheitsgrad von HarzOptics zu erhöhen, sie leisten auch einen Beitrag zum Clusterausbau in Wernigerode und unterstützen zudem regionale KMUs und damit die Wirtschaftsstandorte Wernigerode und Sachsen-Anhalt.
Schulungen und Fernlehrgänge









| HarzOptics-Webseite | http://www.harzoptics.de |
| HarzOptics-Blog | http://harzoptics.blogspot.com |
| Hochschule Harz | http://www.hs-harz.de |
| Prof. Dr. Fischer-Hirchert | http://ufischerhirchert.hs-harz.de |
| Christian Reinboth | http://creinboth.hs-harz.de |