1 Überblick
1.1
Einführung
Optische Technologien gehören zu den zukünftigen
Schlüsseltechnologien in einer Vielzahl produzierender Branchen -- und
haben damit eine enorme Bedeutung für die weitere Entwicklung des
Wirtschaftsstandorts Deutschland. Schon heute sind mehr als 15\% aller
Arbeitsplätze im verarbeitenden Gewerbe direkt im Bereich der optischen
Technologien angesiedelt oder werden von diesen beeinflusst. Licht ist
damit eines der wichtigsten Werkzeuge der nahen und mittleren Zukunft:
es ist universell und äußerst flexibel einsetzbar, kosteneffizient,
umweltschonend sowie gesundheitsneutral -- und beinahe monatlich
eröffnen sich neue Anwendungsperspektiven.
Trotz der
Bedeutung der optischen Technologien existiert gegenwärtig kein
deutschsprachiger Fernlehrgang, der eine allgemeine Einführung in die
technische Optik bietet. Die HarzOptics GmbH [
1],
ein auf die Optik-Forschung spezialisiertes An-Institut der Hochschule
Harz [
2], möchte mit dem in
diesem Ideenpapier vorgestellten Fernlehrgang "Technische Optik" die
Lücke schließen und es allen Interessierten ermöglichen, sich
berufsbegleitend grundlegende Kenntnisse über eine wichtige
Zukunftstechnologie anzueignen. Der Lehrgang soll Teilnehmer in die
Lage versetzen, optische Übertragungssysteme korrekt zu
charakterisieren und effizient zu planen. Hierfür werden neben den
erforderlichen physikalischen Grundlagen vertiefende Kenntnisse über
Lichtwellenleiter, optische Bauteile sowie die optische Aufbau- und
Verbindungstechnik vermittelt.
1.2 Zielgruppe
Der
Fernlehrgang "Technische Optik" stellt eine Zusatzqualifikation dar,
die nur wenig bestehendes Wissen voraussetzt. Interessierte können sich
mit der Teilnahme fundierte Kenntnisse aneignen, um so beispielsweise
den steigenden Anforderungen ihres beruflichen Umfelds weiterhin
gewachsen zu sein, eine berufliche Umorientierung vorzubereiten oder
sich für neue Aufgaben zu qualifizieren. Der Lehrgang wendet sich dabei
insbesondere an...
- Techniker, die sich mit
zusätzlichem Wissen für neue Aufgaben qualifizieren wollen.
- Vertriebsmitarbeiter,
die optische Hardware vermarkten und sich ein solides Grundwissen über
die von Ihnen vertriebene Technologie aneignen möchten.
- Gründer
und Jungunternehmer, die sich mit einer Idee aus dem Optik-Bereich
selbständig machen möchten und dafür technologisches Basiswissen
benötigen.
1.3
Voraussetzungen
Um diesen Fernlehrgang
erfolgreich zu bestehen, sollten die Teilnehmer über einen
Gymnasialabschluss bzw. eine abgeschlossene Ausbildung im technischen
Bereich sowie mathematische Grundkenntnisse verfügen und darüber hinaus
Interesse und Freude an der Arbeit mit optischen Technologien
mitbringen. Hilfreich sind außerdem ein grundsätzliches Verständnis
technischer Zusammenhänge sowie PC-Kenntnisse. Interessenten, die sich
nicht sicher sind, ob sie über das nötige mathematische und technische
Verständnis verfügen, können eine Probelektion mit
Übungsaufgaben zur Selbsteinschätzung anfordern.
1.4 Vertragskonditionen
Interessenten,
die sich nach Durchsicht des Werbematerials für eine Teilnahme
entscheiden, erhalten einen Teilnehmervertrag zugeschickt, den sie
unterschrieben per Post oder Fax zurücksenden müssen, um sich als
Teilnehmer registrieren zu lassen. Nach erfolgter Registrierung
erhalten sie die erste Lieferung des Lehrmaterials per Post zur
Ansicht. Innerhalb der ersten vier Wochen haben sie die Möglichkeit,
den Vertrag zu widerrufen und die Materialien zurückzusenden.
Entscheiden sie sich für die fortgesetzte Teilnahme, so erhalten sie
die jeweils nächste Lieferung an Lehrmaterial nach erfolgreicher
Bearbeitung der Einsendeaufgaben des vorherigen Lehrbriefs.
Während
der gesamten Dauer des Lehrgangs besteht für die Teilnehmer die
Möglichkeit der Kündigung, sollten sie den Lehrgang nicht bis zum
Abschluss belegen wollen. Im Falle einer vorzeitigen Kündigung ist das
Teilnahmeentgelt lediglich anteilig zu entrichten. Nach Einreichung der
siebten und letzten Einsendeaufgabe erhalten die Teilnehmer das vom
Institutsleiter unterschriebene Abschlusszeugnis der HarzOptics GmbH.
Präsenzphasen oder Online-Learning sind gegenwärtig nicht geplant.
2 Inhalte und Ablauf
2.1
Studienziel
Im Rahmen des Fernlehrgangs
"Technische Optik" lernen die Teilnehmer das gesamte Spektrum der
optischen Technologien kennen und eignen sich zudem ein umfassendes
physikalisches Basiswissen an: Sie befassen sich mit der physikalischen
Optik, der Wellenlehre, mit der Elektro- und Nachrichtentechnik, mit
Quantenphysik und Halbleitertechnik, mit optischen Lichtwellenleitern
wie Glas- und Polymerfasern sowie mit optischer Verbindungs-,
Übertragungs- und Messtechnik. Die Übertragungs- und Messtechnik wird
dabei zusätzlich zu den Lehrbriefen über eine eigens für diesen
Lehrgang entwickelte interaktive Lernsoftware vermittelt. Die
inhaltliche Breite des Fernlehrgangs ist eine Garantie dafür, dass die
Teilnehmer das erworbene Wissen auf jeden Fall gewinnbringend einsetzen
können - vollkommen unabhängig von ihren konkreten beruflichen
Tätigkeiten und Zielen.
2.2 Gliederung
Der
Fernlehrgang umfasst sieben Lehrbriefe, die jeweils nach erfolgreicher
Bearbeitung der Einsendeaufgaben des vorangegangenen Lehrbriefs an die
Teilnehmer verschickt werden. Die Regelstudienzeit beträgt sieben
Monate, d.h. ein Monat pro Lehrbrief bei einer zeitlichen
Inanspruchnahme von etwa 4-5 Stunden pro Woche. Der Lehrgangsleiter -
Prof. Dr. Ulrich Fischer-Hirchert - sowie der administrative
Ansprechspartner - Dipl.-WiInf.(FH) Christian Reinboth - stehen den
Teilnehmern während der gesamten Regelstudienzeit sowie der im Preis
inbegriffenen drei zusätzlichen Monate telefonisch und per E-Mail zur
Verfügung. Konnte der Lehrgang nach zehn Monaten nicht abgeschlossen
werden, ist eine Verlängerung mit Zahlung einer Betreuungspauschale pro
angefangenem Zusatzmonat möglich. Soll der Lehrgang aus beruflichen
oder privaten Gründen unterbrochen werden, genügt eine Mitteilung an
einen der Betreuer. Die Dauer einer Unterbrechung wird nicht auf die
genannte Zeitspanne von zehn Monaten angerechnet.
2.3 Studieninhalte
Alle
Lehrbriefe werden kollaborativ vom HarzOptics-Team verfasst und
anschließend mit dem Textsatzprogramm "LaTeX" gesetzt, so dass eine
gute Lesbarkeit sowie ein professionelles Layout gewährleistet sind.
Die Gesamtseitenzahl der sieben Lehrbriefe liegt bei etwa 800 Seiten
(zum gegenwärtigen Zeitpunkt konnten erst drei Lehrbriefe vollständig
fertiggestellt werden, die endgültige Seitenzahl steht daher noch nicht
fest). Mit der Lehrbrief-Sammlung halten die Teilnehmer nach Abschluss
des Fernlehrgangs ein umfangreiches und professionelles Nachschlagewerk
in den Händen.
Lehrbrief 1: Der erste Lehrbrief
beginnt mit einem kurzen Abriß der Geschichte der physikalischen Optik,
angefangen bei den ersten Vorstellungen über die Natur des Lichts in
der griechischen Antike bis hin zur optischen Nachrichtentechnik und
Quantenmechanik. Der Lehrbrief beinhaltet außerdem eine Einführung in
wesentliche Grundlagen der physikalischen Optik: Reflexion,
Totalreflexion, Brechung, Beugung, Interferenz, Polarisation, Dämpfung
und Dispersion. Er schließt mit einer Vorstellung der Linsen-
und Spiegelformen sowie einem Einblick in Verfahren zur optischen
Abbildung.
Lehrbrief 2: Im zweiten Lehrbrief werden
zwei weitere Grundlagenbereiche ausführlich behandelt: Quantenphysik
und Halbleitertechnik. Der erste Abschnitt bringt den Lernenden
verschiedene Atommodelle näher und verdeutlicht, warum Licht sowohl als
Welle als auch als Teilchen betrachtet werden kann. Der zweite
Abschnitt behandelt die Herstellung und Funktionsweise von Halbleitern,
von den physikalischen Grundlagen bis hin zum Prozess der Dotierung.
Das in den ersten beiden Lehrbriefen behandelte Grundlagenwissen dient
als Basis der folgenden fünf Lektionen, in denen den Lernenden
mit verschiedenen Teilbereichen der technischen
Optik vertraut gemacht werden.
Lehrbrief 3: Im
Mittelpunkt des dritten Lehrbriefs stehen die beiden meistverwendeten
Lichtwellenleiter: Glasfasern und Polymerfasern. Es wird erläutert, wie
Lichtwellenleiter aufgebaut sind und wie sie funktionieren, welche
Unterschiede es zwischen Glas- und Polymerfasern gibt und warum die
Dämpfung einer Faser ihre wichtigste Eigenschaft ist.
Lehrbrief
4: Im vierten Lehrbrief lernen die Teilnehmer typische Bauteile
optischer Übertragungsstrecken wie Sende- und Empfangsmodule, Filter,
Verstärker Multiplexer und Demultiplexer sowie Schalter, Router und
Switches kennen. Es wird erläutert, wie diese Komponenten miteinander
interagieren, um die fehlerfreie Übertragung eines optischen
Datensignals zu ermöglichen - und durch welche Einflüsse eine
Übertragung gestört werden kann. Nach der Bearbeitung dieses Lehrbriefs
sollen die Lernenden in der Lage sein, eine einfache optische
Übertragungsstrecke zu planen, die Funktion jeder verwendeten
Komponente zu erläutern sowie mögliche Störstellen zu identifizieren.
Lehrbrief
5: Der fünfte Lehrbrief widmet sich der optischen Aufbau- und
Verbindungstechnik (OAVT), d.h. dem Kleben, Löten und Bonden sowie den
verschiedenen Steckertypen. Darüber hinaus vermittelt der Lehrbrief
einen Einblick in elektro-optische Schaltungen sowie aktive und passive
Justagetechniken. Erläutert werden außerdem Herstellung und
Funktionsweise sogenannter Glasfasertaper, einer speziellen Form der
Faserendbearbeitung, die unter anderem von der HarzOptics GmbH
angeboten wird [
3].
Lehrbrief
6: Der sechste Lehrbrief greift die in den vorangegangenen drei
Lehrbriefen vermittelten Inhalte auf und zeigt, wie man aus
Lichtwellenleitern, Optik-Bauteilen sowie Aufbau- und
Verbindungstechniken komplexe optische Übertragungssysteme und Netze
realisieren kann. Im Mittelpunkt steht dabei das
Wellenlängenmultiplex-Übertragungsverfahren, welches den Lernenden
anhand von verschiedenen Experimenten in einer virtuellen Laborumgebung
nähergebracht wird (die hierfür eigens entwickelte Software wird
nachfolgend noch im Detail beschrieben).
Lehrbrief
7: Im siebten Lehrbrief werden abschließend die Grundlagen der
optischen Messtechnik erläutert, d.h. den Teilnehmern wird vermittelt,
wie sich die Parameter optischer Übertragungssysteme mit Hilfe
messtechnischer Verfahren ermitteln lassen, wobei der Fokus auf der
Bestimmung der Fasergeometrie sowie der Vermessung von Modenfeldern
liegt. Auch hier kommt wieder die virtuelle Laborumgebung zum Einsatz,
die es den Lernenden ermöglicht, verschiedene Versuche mit
wirklichkeitsgetreu nachgebildeten Messsystemen durchzuführen.
2.4 Abschluss
Das
Abschlusszeugnis des Fernlehrgangs "Technische Optik" dient als
Nachweis für die während des Lehrgangs erworbenen Kenntnisse und
Fähigkeiten. Das Zeugnis wird den Teilnehmern automatisch nach
erfolgreicher Bearbeitung der letzten Einsendeaufgabe zugestellt.
Folgende Voraussetzungen müssen für den Erhalt erfüllt werden:
- alle
Lehrbriefe müssen vollständig bearbeitet worden
sein und
- alle
Einsendeprüfungen müssen mit mindestens 4,0 bestanden werden
Für
eine Bewertung von 4,0 ist es erforderlich, dass 50% der
Gesamtpunktzahl einer Einsendeaufgabe erreicht werden, d.h. mindestens
die Hälfte aller gestellten Aufgaben korrekt gelöst wird.
2.5 Ablauf
Mit
der ersten Sendung erhalten die Teilnehmer den ersten der sieben
Lehrbriefe und können unmittelbar mit dem Lernen beginnen. Während der
ersten vier Wochen haben sie die Möglichkeit, den Vertrag kostenfrei
aufzukündigen und den Lehrbrief zurückzusenden. Während der Bearbeitung
der Lehrbriefe finden sich immer wieder kleinere Aufgabenblöcke und
Wiederholungsfragen, deren Lösungen sich dem vorletzten Abschnitt des
jeweiligen Studienhefts entnehmen lassen. Diese Aufgaben ermöglichen
eine schnelle Selbstkontrolle und dienen als Vorbereitung auf die
Bearbeitung der Einsendeaufgaben.
Während des
Studiums, können sich die Teilnehmer über das kostenlose Studienforum
auf unserer Internetseite mit anderen Teilnehmern austauschen
sowie telefonisch und per E-Mail jederzeit Fragen an ihren
Lehrgangsleiter stellen. Die Zugangsdaten zum Forum werden jedem
Teilnehmer mit dem ersten Lehrbrief zugestellt. Zu beachten ist, dass
das Forum lediglich ein Zusatzangebot für Teilnehmer darstellt, die den
Wunsch haben, Fragen zu den Lehrbriefen mit anderen Teilnehmern zu
diskutieren. Eine Nutzung des Forums ist für eine erfolgreiche
Bearbeitung der Lehrbriefe nicht erforderlich. Die allgemeinen
Forenregeln werden den Teilnehmern mit der Anmeldung zugestellt, ihre
Einhaltung wird von einem Moderator überwacht.
Wurde
ein Lehrbrief inklusive aller Kontrollaufgaben komplett bearbeitet,
lösen die Teilnehmer die Einsendeaufgaben im letzten Abschnitt des
Lehrbriefs und senden ihre Lösungen per Post, Fax oder E-Mail an den
Anbieter. Dort werden sie geprüft und benotet, anschließend erhalten
die Lernenden das mit Kommentaren versehene Original zurück. Nach der
erfolgreichen Bearbeitung aller sieben Einsendeaufgaben (Bewertung mit
mindestens 4,0) erhalten die Teilnehmer das Abschlusszeugnis für den
Fernlehrgang "Technische Optik".
Zusammen mit dem
Zeugnis erhalten die Teilnehmer einen Evaluationsbogen mit der Bitte um
Rücksendung. Eine kontinuierliche Evaluation soll dazu beitragen, den
Lehrgang qualitativ zu optimieren. Insbesondere soll ermittelt werden,
wie zufrieden die Teilnehmer mit dem didaktischen Aufbau des
Lehrmaterials sind und ob Angebote wie Übungsaufgaben und Merksetze
genutzt werden. Ebenfalls erhoben werden die Erfahrungen mit der
Lernsoftware, so dass auch in diesem Bereich eine kontinuierliche
Verbesserung stattfinden kann. Alle im Rahmen der Evaluation erhobenen
Daten werden anonymisiert und statistisch ausgewertet.
2.6 Lehrbriefe
Die
Lehrbriefe sind nach pädagogischen Gesichtspunkten aufgebaut und setzen
sich jeweils aus sieben wesentlichen Komponenten zusammen.
Die
Beschreibung des Lernziels: Zu Beginn eines jeden Studienhefts findet
sich eine Einführung mit einer klaren Darstellung des Lernziels. Diese
dient der Orientierung sowie der späteren Kontrolle: Haben die
Lernenden dem Lehrbrief alles aufgeführte Wissen entnehmen können?
Die
Studientexte: Diese bilden den Hauptteil jedes Lehrbriefs. Es handelt
sich hierbei um wissenschaftlich fundierte Texte ergänzt durch
praxisorientierte Beispiele, auf verständliche Art und Weise
aufbereitet und auf das Lernziel hin zugeschnitten. Alle verwendeten
Quellen finden sich im Anhang des jeweiligen Lehrbriefs.
Die
Grafiken und Tabellen: Durch grafische Darstellungen und Tabellen
werden die Studientexte ergänzt und anschaulicher gestaltet. Das Gros
der Grafiken wurde mit Hilfe der Software SmartDraw eigens für den
Fernlehrgang erstellt, für alle übrigen Abbildungen finden sich die
zugehörigen Quellenangaben im Anhang des Lehrbriefs.
Die
Formeln: Die Arbeit mit Formeln ist ein unverzichtbarer Bestandteil
eines wissenschaftlichen Studiengangs, wobei von den Teilnehmern nicht
erwartet wird, dass sie diese herleiten können oder auswendig lernen.
Alle Formeln, die für die Lösung der Einsendeaufgaben benötigt werden,
werden im letzten Abschnitt des Studienhefts noch einmal abgedruckt.
Die
Merksätze: Die Merksätze fassen die wesentlichen Inhalte und
Erkenntnisse zusammen. Auf diese Weise können die Teilnehmer nicht nur
wichtige Inhalte schnell rekapitulieren, sie erkennen auch, wann sie
Studientexte erneut lesen sollten -- nämlich immer dann, wenn die
Merksätze ihnen unverständlich erscheinen.
Die
Übungsaufgaben: Jeder Lehrbrief enthält eingestreute Übungsaufgaben,
die den Lernenden die Möglichkeit geben, eine sofortige Lernkontrolle
durchzuführen und sich auf die Bearbeitung der Einsendeaufgaben
vorzubereiten. Die Musterlösungen zu diesen Übungsaufgaben finden sich
im vorletzten Abschnitt des jeweiligen Lehrbriefs.
Die
Einsendeaufgaben: Der letzte Abschnitt jedes Lehrbriefs enthält die
Einsendeaufgaben, auf die nachfolgend noch näher eingegangen wird. Die
Teilnehmer sollen diese Aufgaben selbständig bearbeiten und
einschicken. Nur bei erfolgreicher Bearbeitung aller sieben
Einsendeaufgaben erhalten die Teilnehmer das Abschlusszeugnis des
Fernlehrgangs.
2.7
Einsendeaufgaben
Die Einsendeaufgaben
sind in der vorgegebenen Zeitspanne und ohne die Zuhilfenahme der
restlichen Abschnitt des Lehrbriefs zu lösen. Die Ergebnisse können
postalisch, per Fax oder per E-Mail an die Betreuer übermittelt werden,
eine Korrektur erfolgt in der Regel innerhalb von 14 Tagen. Wird eine
Einsendeaufgabe nicht bestanden, erhalten die Teilnehmer neue Aufgaben
zugeschickt und dürfen die Prüfung einmalig kostenfrei wiederholen.
Alle weiteren Versuche sind mit der Zahlung einer Aufwandspauschale
verbunden. Die Einsendungen werden nach folgendem Schema bewertet:
| Bewertungsschema |
| Erreichte
Punktzahl (in %) |
Bewertung |
| 100
- 95 |
Sehr gut (1) |
| 94
- 80 |
Gut (2) |
| 79
- 65 |
Befriedigend (3) |
| 64
- 50 |
Ausreichend (4) |
| unte
50 |
Ungenügend (5) |
2.8 Lernsoftware
Zusammen
mit dem sechsten Lehrbrief (Optische Übertragungssysteme) erhalten die
Teilnehmer eine CD-ROM mit einer 3D-Lernsoftware, die von der
HarzOptics GmbH gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut für angewandte
Fertigungstechnik (Fraunhofer IFF [
4])
in Magdeburg entwickelt wurde. Die Software ermöglicht den Teilnehmern
das "virtuelle Experimentieren" mit dem ebenfalls von HarzOptics
entwickelten Lehr- und Laborsystem OPTOTEACH [
5],
mit dem sich eine Vielzahl von Versuchen aus dem Bereich der optischen
Nachrichtentechnik durchführen lässt.
OPTOTEACH wird
gegenwärtig an einer Reihe von Hochschulen für den Laborbetrieb
eingesetzt. Da es in der Anschaffung sehr teuer ist und auf die
Durchführung einer Präsenzveranstaltung in Wernigerode im Rahmen dieses
Fernlehrgangs verzichtet werden sollte, wird es den Teilnehmern mit
Hilfe der Software ermöglicht, eine Reihe von Laborversuchen am
Bildschirm durchzuführen, die man sonst nur im Rahmen eines
Hochschulstudiums kennenlernen könnte [
6].
Abbildung 1: Screenshot
der
optischen Lernsoftware
Simulieren lassen sich
mit dem
virtuellen Lehrsystem unter anderem Versuche zum Einfluss von
elektromagnetischen Feldern und Störstellen auf die Signalübertragung
sowie zur Bestimmung von S-Parameter, Bandbreite, Dämpfung und
Modulationscharakteristik [
7].
3 Anbieter
3.1 HarzOptics
Die
2006 gegründete HarzOptics GmbH versteht sich als moderner
Forschungsdienstleister im Bereich der Photonik und optischen
Nachrichtentechnik. Das An-Institut der Wernigeröder Hochschule Harz
vertreibt unter anderem das Lehr- und Laborsystem OPTOTEACH und ist an
der Entwicklung der LED-Straßenlampe AuLED [
8]
beteiligt. Darüber hinaus vertreibt das Unternehmen eine Reihe
einfacher optischer Bauteile wie Koppler, Spliter und WDM-Filter und
bietet verschiedene Dienstleistungen im Optik-Bereich wie
beispielsweise die Selektion von LEDs nach Farbort und Intensität an [
9]. Im Rahmen des regionalen
Breitband-Kompetenzzentrums Harz [
10]
beteiligt sich HarzOptics zudem am Ausbau der lokalen
Breitband-Infrastruktur. Mit dem in diesem Ideenpapier vorgestellten
Fernlehrgang bemüht sich das Unternehmen, einen Einstieg in den Bereich
der Fernlehre zu finden.
3.2 Betreuung
Im
Rahmen dieses Lehrgangs wird den Teilnehmern umfangreicher Lehrstoff
aus der Physik sowie den Ingenieurswissenschaften fachlich fundiert
vermittelt. Da auch komplexe physikalische und mathematische Inhalte
behandelt werden, versteht es sich von selbst, dass die Lernenden
während der Studiendauer umfassend betreut werden. Lehrgangsleiter
Prof. Dr. Fischer-Hirchert steht allen Teilnehmern jederzeit per E-Mail
sowie telefonisch während der Sprechzeiten als Ansprechpartner für
Fachfragen zur Verfügung.
Fragen zum Ablauf des
Studiengangs oder der Arbeit mit den Internetangeboten beantwortet
Lehrgangskoordinator Christian Reinboth per E-Mail oder über die
telefonische Hotline, die Montags bis Donnerstags zwischen 10.00 Uhr
und 16.00 Uhr geschaltet sein wird.
3.3 Lehrgangsleiter
Prof.
Fischer-Hirchert studierte Physik an der Freien Universität Berlin, die
er 1988 mit dem Doktorgrad Dr. rer. nat. verließ. Anschließend war er
sowohl in der Lehre (als Dozent an der FHTW Berlin sowie als Professor
an der Hochschule Harz) als auch in der angewandten Forschung (als
leitender Mitarbeiter am Heinrich-Hertz-Institut für Nachrichtentechnik
in Berlin) tätig. Das Habilitationsverfahren zum Dr. Ing. habil.
schloss er 2006 an der Fakultät für Elektro- und
Informationstechnik der TU Dresden im Bereich der photonischen Aufbau-
und Verbindungstechnik ab. Aktuell ist er als Geschäftsführer des
An-Instituts HarzOptics für die Koordination verschiedener
Forschungsprojekte verantwortlich und vertritt die Hochschule im
optischen Kompetenznetzwerk PhotonicNet [
11].
Prof.
Fischer-Hirchert ist Mitglied in der internationalen
Ingenieursvereinigung (IEEE), im Verband der Elektrotechnik, Elektronik
und Informationstechnik (VDE) sowie im Apparateausschuss der Deutschen
Forschungsgesellschaft (DFG). Parallel zu seiner beruflichen Tätigkeit
arbeitet er als Reviewer für "Photonics Technology Letters", "Applied
Optics"' und "Optics Letters". Er ist Autor verschiedener Bücher auf
dem Gebiet der optischen Nachrichtentechnik, darunter "Optoelectronic
Packaging", erschienen beim Cuvillier-Verlag. Seit 1999 leitet er eine
ITG-Fachgruppe für Fragen zur photonischen Aufbau- und
Verbindungstechnik im VDE [
12].
Weitere
Informationen über die Forschungs- und Lehrtätigkeiten von Prof.
Fischer-Hirchert finden sich unter:
http://ufischerhirchert.hs-harz.de
3.4 Lehrgangskoordinator
Christian
Reinboth studierte Wirtschaftsinformatik an der Hochschule Harz in
Wernigerode, wo er seit seinem Abschluss im Jahr 2005 als
Lehrbeauftragter für verschiedene Informatik-Vorlesungen tätig ist.
Gemeinsam mit Prof. Fischer-Hirchert gründete er 2006 die HarzOptics
GmbH und erhielt im gleichen Jahr mit zwei Kollegen den Forschungspreis
der IHK Sachsen-Anhalt für die Entwicklung eines optischen
Demultiplexers. Christian Reinboth war an mehr als einem Dutzend
wissenschaftlicher Veröffentlichungen beteiligt und ist Autor zweier
Bücher über Markt- und Meinungsforschung.
Zusammen
mit Prof.
Fischer-Hirchert hat er zudem schon einmal an der Erstellung eines
Fernlehrgangs mitgearbeitet -- gemeinsam verfassten beide einen
Lehrbrief zum Thema "Lichtökologie und Lichtwahrnehmung" für den
Fernlehrgang "Straßenbeleuchtung" des Düsseldorfer EuroForum-Verlags
[
13], der im September 2009
erstmalig gestartet ist. Christian Reinboth
verfügt darüber hinaus über langjährige Erfahrung im Fernlehr-Bereich -
nach dem erfolgreichen Abschluss der beiden Fernlehrgänge "Controlling"
an der Hamburger Akademie für Fernstudien (HAF) und "Regenerative
Energietechnik" an der Fernschule Weber studiert er gegenwärtig im
interdisziplinären Master-Studiengang "Umweltwissenschaften" an der
FernUni Hagen.
Weitere Informationen über die
Forschungs- und
Lehrtätigkeiten von Christian Reinboth finden sich unter:
http://creinboth.hs-harz.de
4 Kontakt
HarzOptics
GmbH
Dornbergsweg 2
38855 Wernigerode
Tel.:
03943 935 615
http://www.harzoptics.de
Fußnoten